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Geschichte

Sportplatz "Kommlen" - die erste Adresse des FC Gunzwil

Das erste Meisterschaftsspiel des FC Gunzwil wurde in Sursee ausgetragen und mit nur 9 Mann ging es mit 4:2 verloren. Doch nach der Vorrunde belegte die Mannschaft den beachtlichen 3. Rang. Auch die Rückrunde wurde erstaunlicherweise gut überstanden. So endete die erste Meisterschaftssaison des FC Gunzwil mit dem guten 3. Schlussrang (von 7 Mannschaften pro Gruppe). In der zweiten Saison belegte man bereits den beachtlichen 2. Platz. Ein Jahr später gehörten dem jungen Verein schon 36 aktive Spieler an, die Junioren mitgerechnet. Die ersten wechselvollen Jahre, in denen sich Erfolge und auch Enttäuschungen abwechselten, gipfelten in der Saison 1959/60 mit dem Aufstieg in die 3. Liga und der gleichzeitigen 4. Liga Regionalmeisterschaft. Albert Weber, der leidenschaftliche Trainer des FC Gunzwil, hatte nicht nur sein erstes Ziel erreicht, sondern auch die Kritiker, die den jungen Verein hin und wieder belächelten, zum Schweigen gebracht.

"Linden"-Einweihung am 16. August 1959

Am 16. August 1959 ging für den FC Gunzwil ein erster Traum in Erfüllung: Endlich ein eigener auf die Drittliga abgestimmter Sportplatz! So ist dieses Datum für den Verein ein ganz besonderes, denn neben dem Spiel Gunzwil - Germania 06 Karlsdorf (BRD) wurde das Spiel der Nationalliga-Clubs Chiasso - Young Fellows auf der "Linden" ausgetragen. 2'500 Zuschauer erlebten dieses Spitzenspiel und trugen in ihrer Begeisterungsfähigkeit wesentlich zur späteren Entwicklung des Vereins bei. Es zeigte sich, dass die gute Zusammenarbeit zwischen Behörde, Bevölkerung und dem FC Gunzwil sportliche und zwischenmenschliche Früchte getragen hatte. Doch damals wie übrigens auch heute hatte die Fronarbeit der Vereinsmitglieder wesentliche Bedeutung am Erfolg. Ohne den Einsatz der Aktiven und Clubverantwortlichen hätte der FC Gunzwil nie zu jenem Sportlichen Höhenflug ansetzen können, der jetzt als beispielhaft gilt.

"Jimmy" Jost

"Jimmy" Jost war nicht nur der Hauptinitiant der Clubgründung, er stand dem Verein bis 1966 auch als umsichtiger Präsident vor und leistete in dieser Zeit unglaublich viel für den FC Gunzwil. Er steuerte das Vereinsschifflein durch oft rauhe See, auch wenn es zu sinken drohte. Mancher Anlass wurde durch ihn aus der Taufe gehoben und durchgeführt. Mehrmals trug er sich mit Rücktrittsgedanken (1961, 1963), doch dem Verein zuliebe blieb er und ging den Mitgliedern mit gutem Beispiel voran. Anlässlich der Generalversammlung 1965 erhielt "Jimmy" die mehr als verdiente Ehrenmitgliedschaft. "Jimmy" war ein Begriff - jedermann kannte ihn. Trotz grosser und anspruchsvoller Arbeit blieb ihm immer etwas Zeit für die Geselligkeit. 1980 verstarb Josef "Jimmy" Jost im Alter von erst 47 Jahren leider viel zu früh. "Jimmy" ist rückblendend untrennbar mit dem Namen FC Gunzwil verbunden.

Erste Drittliga Saison und Flutlicht für Gunzwil

Mit dem neuen Sportplatz ging der FC Gunzwil mit sportlichem Elan 1960/61 in seine erste Drittliga-Saison. In den nächsten vier Jahren konnte die Klasse jeweils knapp gehalten werden. Nach der Saison 1964/65 allerdings musste der FC Gunzwil zurück in die 4. Liga - und dort sollte er sich länger aufhalten, als man damals annehmen konnte. So entwickelte man sich eher zu einem provinziellen Landklub, der sich zwar einigermassen durchschlug, aber keine grossen Ambitionen auf die etwas grössere Fussballwelt hegen konnte. Oft fehlte das Quentchen Glück in den Aufstiegsspielen, manchmal reichte es einfach nicht... Immerhin: Die Generalversammlung vom 21. Juli 1966 beschloss, Vorbereitungen für eine Platzbeleuchtung zu treffen. Darin zeigte sich wieder der alte Pioniergeist, der den FC Gunzwil in den nächsten Jahrzehnten auszeichnen sollte, denn in der Saison 1968/69 konnte unter Flutlicht gespielt werden! Im gleichen Jahr gründete man eine Seniorenmannschaft. Jetzt hatte auch das aktive "Mittelalter" eine sportliche Heimat, denn nirgends ist man so schnell "Senior" wie im Sport!

20 Jahre FC Gunzwil und wieder Drittligist

In der Saison 1972/73 machte sich der FC Gunzwil mit dem Aufstieg in die dritte Liga das schönste Jubiläumsgeschenk gleich selber. Zur Schonung des Platzes in der Rückrunde bestritt der FC Gunzwil in der Vorrunde alle Spiele auf der "Linde". Die erste Mannschaft verlor dabei kein Spiel (zwei Unentschieden). In der Rückrunde wurden alle Spiele auswärts gewonnen. Die Aufstiegsspiele in Schwyz und zuhause gegen Rothenburg konnten ebenfalls in überzeugender Manier siegreich gestaltet werden. Diese erfolgreichen Spiele werden sicher allen Beteiligten in guter Erinnerung bleiben, wollte doch die Siegesfeier nicht mehr enden! Das letzte Aufstiegsspiel gegen Rotkreuz musste gar nicht mehr ausgetragen werden - so klar dominierte der FC Gunzwil seine Gegner. Der ausgezeichnete Mannschaftsgeist und die gute Einstellung der Spieler zu Albert Webers vorbildlichem Training brachten diesen schönen Erfolg. Höhepunkt im Jubiläumsjahr 1973 war die Begegnung zwischen Luzern und Wettingen welche von über 1'000 Zuschauern verfolgt wurde! Das Interesse am FC Gunzwil war zwar gross, doch die jungen Spieler in der 1. Mannschaft mussten ihre Unerfahrenheit bitter bezahlen, denn bereits in der nächsten Saison fand sich der FC Gunzwil in der untersten Spielklasse wieder. Ein Jahr später, jetzt unter Trainer Walter Albisser, erreichte man den um jubelten Wiederaufstieg. 1975/76 stand die erstmalige Teilnahme am Schweizer Cup auf dem Spielplan. 1978/79 allerdings erwischte es den FC Gunzwil wieder einmal. Nach einer völlig verunglückten Saison stieg man erneut ab. In der gleichen Spielzeit wurde das "Michelsämterturnier" ins Leben gerufen, das sich ständig steigender Beliebtheit erfreute.

1979/80: "Lift nach oben"

In dieser Saison stieg der FC Gunzwil mal wieder auf und verabschiedete sich damit endgültig aus der untersten Spielklasse. Mit dem Aufstieg beendete Robert Müller seine erfolgreiche Trainertätigkeit bei der ersten Mannschaft und übergab sein Amt an Toni Spiess, unter dem der FC Gunzwil den beachtlichen zweiten Tabellenplatz belegte. Damit bewies man eindeutig, dass sich auch ein sogenannter "kleiner Landklub" durchaus in der 3. Liga behaupten konnte.

30 Jahre FC Gunzwil

Am 3. Juli 1983 wurde mit der Einweihung der "neuen Linden" ein weiterer Meilenstein in der Vereinsgeschichte des FC Gunzwil gesetzt. Ermöglicht wurde dieses Vorhaben nur dank der Grosszügigkeit von Bevölkerung, Behörden und Vereinsmitgliedern. Nachdem die Gemeinde Gunzwil beim Bau des Mehrzweckgebäudes zusätzlich eine Landreserve geschafften hatte, lag die Realisierung eines neuen Platzes beim FC Gunzwil. Anlässlich der ausserordentlichen Generalversammlung vom 16. Januar 1982 wurde die Erstellung eines neuen Platzes einstimmig beschlossen. Durch die Frondienstarbeiten der Vereinsmitglieder und den ansehnlichen Spenden seitens der Bevölkerung konnte das hochgesteckte Ziel der Finanzierung erreicht werden.

1985: Aufstieg in die 2. Liga!

Wer hat damals nicht mitgefiebert, als der FC Gunzwil ein Jahr nach dem knappen Drittligaerhalt zu den Aufstiegsspielen antrat und sich souverän gegen den FC Ebikon, FC Baar und FC Schattdorf durchsetzte. Der Trainer hiess Othmar Sager, und er motivierte als Spielertrainer nicht nur das Team auf dem Platz, sondern leistete auch viele psychologische Erfolgsarbeit hinter den Kulissen. Damals hätte man aber wohl kaum für möglich gehalten, dass der FC Gunzwil sich in den nächsten 10 Jahren als Spitzenteam erweisen würde.

Cupspiel gegen AC Bellinzona und erste 2. Liga Meisterschaft!

Die Saison 1986/87 war wohl eine der schönsten und erfolgreichsten Spielzeiten des FC Gunzwil. Zuerst konnte man am 20. September in der 3. Hauptrunde des Schweizer Cups gegen den NLA Club AC Bellinzona mit Paolo Cesar antreten. Trotz der klaren 5:1 Niederlage schlug sich der FC Gunzwil tapfer. In der gleichen Spielzeit wurde man unter Trainer Othmar Sager zum ersten Mal 2. Liga Regionalmeister.

Zweiter und Dritter Meistertitel

In den Saison 1989/90 und 1990/91 konnte Gunzwil gleich zweimal hintereinander die Regionalmeisterschaft des IFV gewinnen. Trainer dieser beiden Meisterschaften war Franz Bucher. Zudem gab es für die Spieler ein weiteres Cup Highlight. In der 3. Hauptrunde bekam man den Kantonsnachbar FC Aarau zugelost. Der damalige Trainer des FC Aarau war niemand geringerer als Othmar Hitzfeld der heutige Meistertrainer und zweifache Champions League Sieger. Ausserdem im Kader von Aarau stand Ciriaco Sforza. Gunzwil verlor gegen den NLA Club nur mit 2:0. Zwei Jahre später schaffte der FC Gunzwil wieder den Sprung in die 3. Hauptrunde, und das Los sollte erneut einen NLA Club auf die Linde bringen. Der FC Lugano kam mit dem damaligen Trainer Karl Engel und Dario Zuffi. Gunzwil verlor das Spiel mit 2:7 Toren und Lugano wurde in dieser Saison Cupsieger!

1994: Der vierte Streich

Die Saison 1993/94 unter Trainer Sigi Würsch konnte mit dem zur Zeit letzten 2. Liga Regionalmeistertitel beendet werden. Gunzwil war zu einer festen Grösse in der 2. Liga geworden und die Gegner kamen immer mit viel Ehrfurcht auf die Linden.

11.06.1995: Ein Traum geht in Erfüllung

Der 11. Juni 1995 ist sicherlich ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des FC Gunzwil. An diesem Tag war die Eröffnung des wunderschönen neuen Clubhauses. Das Clubhaus konnte einmal mehr in Zusammenarbeit mit den Behörden erbaut werden. Auch bei diesem Projekt war der Frondienst der Vereinsmitglieder gefragt und er sollte sich lohnen. Der FC Gunzwil kann stolz auf eines der schönsten Clublokale der Innerschweiz sein. Am 10. März 1996 traf Gunzwil in der 4. Hauptrunde des Schweizer Cups auf den NLB Club Schaffhausen. Der Cupschreck aller NLA Vereine war für einmal selbst in der Favoritenrolle und bewältigte diese mit einem 2:0 Sieg souverän.

2001: Abstieg in die 3. Liga

Nach dem knapp verpassten Aufstieg in die 2. Liga Interregional in der Saison 1999/2000, kam für Gunzwil eine der härtesten Saison der Vereinsgeschichte. Mit einem auf dem Papier starken aber schmalen Kader ging man in die neue Saison. Der Abstieg war nach der Vorrunde eigentlich schon besiegelt. Nur ein Punkt aus elf Partien erspielte sich die Mannschaft. Es war der schlechteste Saisonstart einer 2. Liga Mannschaft überhaupt. In der Rückrunde hätte man das unmögliche beinahe noch geschafft, aber zu viele unglückliche Unentschieden in den ersten Rückrundenspielen sollten am Schluss halt doch nicht reichen. Durch diesen Abstieg nach 16 Jahren ununterbrochener 2. Liga Zugehörigkeit, verlor Gunzwil etwas an Glanz.

25.06.2011: Aufstieg und 3. Liga Regionalmeister

Der FC Gunzwil ist nach 10 Jahren wieder zurück in der 2. Liga. Nach einer beeindruckenden Saison unter Trainer Sandro Kramis, stieg die Mannschaft als 3. Liga Regionalmeister souverän in die 2. Liga auf. Der FC Gunzwil schaffte dies praktisch nur mit Spielern aus den eigenen Junioren. Dieser Weg wird weiterhin konsequent verfolgt.

09.06.2012: Der fünfte 2. Liga Regionalmeistertitel!

Die Michelsämter rieten weiter auf der Erfolgswelle und schafften sensationell und völlig überraschend nach dem Aufstieg gleich nochmals einen Aufstieg. Der erstmalige Aufstieg in die 2. Liga Interregional wurde mit dem 5. Titel in der 2. Liga gefeiert.

2014: 2. Mannschaft steigt in die 3. Liga auf

Nachdem die erste Mannschaft sich weiter in der 2. Liga Interregional halten konnte, schaffte auch die 2. Mannschaft dasselbe wie ein paar Jahre zuvor das Fanionteam. Mit zwei Aufstiegen in Serie schaffte man die Promotion in die 3. Liga. Dieser Aufstieg kam eigentlich völlig überraschend und unerwartet, musste man sich doch in der Aufstiegsrunde gleich mit mehreren Teams messen, welche in ihrem Verein die 1. Mannschaft sind. Trotzdem setzte sich das Team von Fabian Burkart und Beat "Katic" Winiger durch.

2016: Gunzwil gewinnt den IFV-Cup

Nach dem Abstieg aus der 2. Liga Interregional fand sich das Fanionteam des FC Gunzwil relativ schnell wieder zurecht in der 2. Liga Regional. Das Team von Sascha Imholz und Michele Castelli belegte am Ende den hervorragenden 4. Platz. Die Saison 2015/2016 bot aber ein weiteres Highlight. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte konnte der FC Gunzwil den IFV-Cup gewinnen. In einem packenden und spannenden Spiel im Finale gewann Gunzwil gegen den 3. Ligisten Muotathal mit 4:2. Durch den Sieg qualifizierte sich Gunzwil zudem für den Schweizer Cup 2016/2017. In der SUVA-Fairplay-Trophy beendete Gunzwil den 5. Platz von 778 Teams Gesamtschweizerisch und war damit der fairste Verein des IFV.

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